Noch vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, im Sommer zu einem Getränk zu greifen, das viele heute für ungenießbar halten würden. Es wurde nicht aus Früchten oder Kräutern hergestellt, sondern aus gewöhnlichem Roggenbrot. Dennoch erfrischte es an heißen Tagen angenehm und gehörte zu den beliebtesten Sommer-Grundnahrungsmitteln auf dem Land.
Bevor sich die Läden füllten und Energy-Drinks löschten Menschen ihren Sommerdurst auf viel einfachere Weise. Auf den Tischen erschien Kwas, ein traditionelles Getränk aus Brot, Wasser und einigen anderen gängigen Zutaten. Es hatte einen leicht säuerlichen Geschmack, war leicht sprudelnd und erfrischte angenehm an heißen Tagen. Heutzutage kennen es nur noch wenige Menschen, doch in den letzten Jahren erlebte es unter Hobby-Fermentationsbegeisterten ein bemerkenswertes Comeback.
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Ein Getränk aus gewöhnlichem Brot
Kwas hat seine Wurzeln in Mittel- und Osteuropa, wo es jahrhundertelang ein weit verbreitetes Getränk war. Es wurde traditionell aus zubereitet oder Roggenmalz, das mit Wasser aufgegossen und einer Gärung unterzogen wurde. Das Ergebnis war ein leicht prickelndes Getränk mit süß-saurem Geschmack und einem sehr niedrigen Alkoholgehalt.
Einfachheit war seine größte Stärke. Er verwendete Rohstoffe, die in fast jedem Haushalt vorhanden waren.
Im Sommer war es früher beliebter als Wasser
Ältere Generationen erinnern sich daran, dass Kwas im Sommer praktisch täglich getrunken wurde. Es wurde gut gekühlt serviert und sein frischer Geschmack machte es zu einer willkommenen Erfrischung bei der Arbeit im Garten, auf dem Feld oder an heißen Tagen auf dem Land. In manchen Ländern war es so weit verbreitet, dass die Menschen es fast so oft tranken wie Wasser.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass es manchmal den Spitznamen „flüssiges Brot“ erhielt.
Warum die Leute immer wieder darauf zurückkommen
In einer Zeit, in der das Interesse an fermentierten Lebensmitteln und Getränken wächst, gewinnt Kwas neue Anhänger. Ähnlich wie Kefir oder Kombucha entsteht es durch natürliche Fermentation und bietet einen Geschmack, den Sie in normalen Limonaden nicht finden. Deshalb taucht es zunehmend im Angebot von Kleinproduzenten und Heimwerkern auf.
„Aus hausgemachtem Kwas lässt sich ganz einfach ein noch interessanteres Sommergetränk machen. Ein paar Blätter frische Minze, eine Zitronen- oder Limettenscheibe und eine Handvoll Früchte der Saison, wie Himbeeren oder Johannisbeeren, eignen sich perfekt dafür. Traditionell wurden auch Honig, Rosinen oder ein Stück Ingwer verwendet, die dem Getränk ein ausgeprägteres Aroma und einen frischen Geschmack verleihen“, rät Küchenchef David Šlapák.
Rezept für hausgemachten Kwas
Rohstoffe:
- 500 g Roggenbrot
- 3 Liter Wasser
- 100 g Zucker
- eine Handvoll Rosinen
- 1 Teelöffel Hefe oder Sauerteig
Verfahren:
Das Brot in Scheiben schneiden und im Ofen goldbraun rösten. Anschließend mit heißem Wasser übergießen und mehrere Stunden einweichen lassen.
Die Flüssigkeit abseihen, Zucker, Rosinen und Hefe hinzufügen. Decken Sie den Behälter ab und lassen Sie ihn ein bis zwei Tage lang bei Raumtemperatur gären.
Anschließend das Getränk in Flaschen füllen und kalt lagern. Gut gekühlt servieren.
Ein Geschmack, der an die alten Zeiten erinnert
Kwas schmeckt definitiv nicht wie normale Limonade. Er ist leicht süßlich, leicht säuerlich und durch die Gärung angenehm prickelnd. Es ist diese Geschmackskombination, die es zu einem Getränk macht, an das sich Menschen seit ihrer Kindheit oder von Reisen nach Osteuropa erinnern.
Vielleicht liegt es deshalb heute wieder auf dem Tisch. Es erinnert an eine Zeit, als Erfrischung nicht in der Plastikflasche aus dem Laden zu finden war, sondern aus wenigen einfachen Zutaten zu Hause kreiert wurde.
