Hundertmal anderer Sirup: Lavendel, Zitronenmelisse, Rhabarber und Ingwer oder Pinie

Aus Dutzenden duftenden Kräutern, Blumen und ungewöhnlichen Zutaten können Sie hausgemachte Sirupe herstellen. Jeder von ihnen erfordert eine etwas andere Herangehensweise: Manchmal reichen Geduld und die Kaltmethode, manchmal muss man zum Topf greifen. Das Ergebnis ist ein natürliches Getränk ohne Chemikalien, obwohl es sicherlich nicht diätetisch ist.

Hausgemachte duftende Sirupe

Bei Sirup denken viele sofort an Holunderblüten oder klassische Minze. Doch die Welt der selbstgemachten Säfte ist viel bunter und wilder. Sie können fast alles verarbeiten, was unter Ihren Händen wächst, von duftenden violetten Ranken bis hin zu Frühlingstrieben von Nadelbäumen.

Allerdings erfordert jede Zutat einen etwas anderen Ansatz, um das Beste aus ihr herauszuholen und nicht den besten Geschmack zu zerstören. Diese Pflanzen sind oft i medizinischAber bei dem Zuckergehalt der Sirupe kann man kaum behaupten, dass es sich um gesunde Getränke handelt. Allerdings haben sie gegenüber gekauften Exemplaren durchaus einen Vorteil. Sie sind völlig natürlich, ohne Farbstoffe oder industrielle Konservierungsstoffe.

Dennoch ist Holundersirup ein Klassiker, den man jedes Jahr wiederholen sollte.

Kältetoleranz: Zitronenmelisse oder junge Kiefer

Die Kaltmethode ist insofern fantastisch, als sie alle guten Eigenschaften der Kräuter bewahrt. Durch das Kochen werden weder Vitamine noch empfindliche ätherische Öle zerstört. Aber es braucht Zeit.

  • Zitronenmelisse ruhig: Im Sommer wächst es wild und wird von vielen im Garten angebaut. Von der Zitronenmelisse einen guten Stiel abreißen, die Stiele etwas kürzen, mit kochendem, lauwarmen Wasser bedecken, Zitronenscheiben hinzufügen und 24 Stunden stehen lassen. Dann das Wasser über ein Käsetuch gießen, auf jeden Liter Flüssigkeit ein Kilo Zucker geben und in der Kälte einrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Zum Schluss noch einen Teelöffel Zitronensäure hinzufügen, damit der Sirup haltbar ist.
  • Zirbenkraft aus dem Wald: Dies ist eher ein Winterhustenmittel. Sammeln Sie im Frühjahr zarte junge Triebe von Kiefern oder Fichten. Nehmen Sie Rücksicht auf die Natur, also nur vorsichtig und in kleinen Mengen, um den Bäumen keinen Schaden zuzufügen. Sprossen, Zitronenscheiben und Grießzucker abwechselnd in ein sauberes Glas schichten. Verschließen Sie das Glas und stellen Sie es an ein sonniges Fenster. In ein paar Wochen wird aus dem Zucker ein dunkler, dicker und unglaublich duftender, pechiger Saft gewonnen, den Sie dann einfach abseihen. Sie können den Sirup gegen Husten verwenden, aber die ungewöhnliche Kiefer ist für manche geradezu köstlich und bietet eine interessante Mischung aus Kräuter- und Blumengeschmack.

Geben Sie beim Abfüllen von Kaltsirupen einen Teelöffel hochprozentigen Alkohols auf den Verschluss. Es wirkt als hervorragendes natürliches Desinfektionsmittel und Ihr Sirup beginnt nicht vorzeitig in Ihrem Kühlschrank oder kalten Keller zu gären.

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  • Duftender Lavendel: Seien Sie vorsichtig mit dieser Schönheit, wenn Sie zu viel davon geben, schmeckt der Sirup nach Seife. Kochen Sie einen Liter Wasser mit einem Kilo Zucker. Geben Sie etwa zwei große Handvoll Lavendelblüten und eine Zitronenscheibe in die heiße, aber nicht kochende Brühe. Bis zum nächsten Tag ziehen lassen. Duftender Lavendel verleiht dem Sirup ein angenehmes Aroma, der Sirup wird jedoch eher bräunlich. Wenn Sie eine schöne violette Farbe wie aus einer Zeitschrift wünschen, geben Sie während des Aufgusses ein paar Blaubeeren oder Brombeeren hinzu, sie werden den richtigen Zauber bewirken.
  • Rhabarber mit Ingwer: Die perfekte Sommerkombination mit dem richtigen Schnitt. Den Rhabarber schälen, in Stifte schneiden und ein gutes Stück geriebenen Ingwer dazugeben. Alles mit Wasser übergießen und kochen, bis der Rhabarber vollständig zerfallen ist. Anschließend diesen Brei durch ein dickes Sieb oder Tuch passieren. Zucker im Verhältnis 1:1 in den klaren Saft streuen, kurz aufkochen, bis er eindickt, und heiß abfüllen.

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