Die meisten von uns assoziieren Kartoffelsalat mit Weihnachts- oder Sommergrillfesten. In Japan ist es jedoch das ganze Jahr über eine der beliebtesten Hausbeilagen. Auf den ersten Blick ähnelt es unserem, aber nach der Verkostung wird klar, dass es völlig anders ist.
Vergessen Sie den schweren Kartoffelsalat voller Gurken und Mayonnaise. In Japan bereitet man eine viel mildere Version davon zu, die im ganzen Land an Popularität gewonnen hat. Das Geheimnis liegt im leichten, knackigen Gemüse und ein paar kleinen Tricks, dank denen der Salat unglaublich cremig und frisch zugleich ist.
Sehen Sie sich hier das Video mit einer Umfrage unter berühmten Persönlichkeiten an, ob Erbsen in den Kartoffelsalat gehören:
Was ist der Unterschied zum klassischen Kartoffelsalat?
Japanischer Kartoffelsalat hat eine feinere Konsistenz als europäische Sorten. Die Kartoffeln werden nicht in große Würfel geschnitten, sondern solange sie noch warm sind, leicht zerstampft, so dass ein paar kleinere Stücke übrig bleiben. Dadurch sieht der Salat fluffiger aus und nimmt das Dressing besser auf.
Ein weiteres typisches Zeichen ist mit dem die Kartoffeln noch heiß sind. Dadurch erhält der Salat einen frischen Geschmack, ohne nennenswert sauer zu sein. Für die charakteristische Cremigkeit sorgt dann die japanische Kewpie-Mayonnaise, die etwas weicher und reichhaltiger ist als klassische Mayonnaise.
„Man kann den japanischen Kartoffelsalat ganz einfach abwandeln, indem man gebratenen Speck, Avocadoscheiben, Edamame oder fein gehackte Frühlingszwiebeln hinzufügt. Auch Sesamsamen eignen sich hervorragend und verleihen dem Salat einen angenehm nussigen Geschmack, empfiehlt Chefkoch David Šlapák den Lesern von iRecipes.“
Knuspriges Gemüse ist ein wichtiger Bestandteil
Der Salat besteht traditionell aus dünnen Gurkenscheiben, Karotten, gekochtem Ei und Schinken. Oft wird auch Mais hinzugefügt, um eine dezente Süße hinzuzufügen.
Interessant ist die Zubereitung von Gurken. Es wird zunächst leicht gesalzen, einige Minuten abtropfen gelassen und dann gründlich ausgedrückt. Dadurch bleibt der Salat auch nach mehreren Stunden im Kühlschrank knackig und wird nicht wässrig.
Rezept für japanischen Kartoffelsalat
Rohstoffe:
- 500 g mehlige Kartoffeln
- 1 kleine Karotte
- 1 kleine Salatgurke
- 1 Ei
- 2 Scheiben Kochschinken
- eine Handvoll Mais
- 5 bis 6 Esslöffel japanische Kewpie-Mayonnaise
- 1 Esslöffel Reisessig
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Verfahren:
Kartoffeln schälen, in größere Stücke schneiden und weich kochen. Noch heiß abgießen, leicht pürieren und mit Reisessig, Salz und Pfeffer vermischen. Lassen Sie sie abkühlen.
In der Zwischenzeit die Eier hart kochen, die Karotten in dünne Scheiben schneiden und kurz kochen. Die Gurke in Scheiben schneiden, salzen, etwa zehn Minuten abtropfen lassen und dann gut ausdrücken. Den Schinken in Streifen schneiden.
Karotte, Gurke, Mais, Ei, Schinken und Mayonnaise unter die abgekühlten Kartoffeln mischen. Den Salat leicht umrühren und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, damit sich alle Aromen verbinden können.
Gut gekühlt schmeckt es am besten
In Japan wird dieser Salat als Beilage zu frittierten und gegrillten Gerichten serviert, er ist aber auch oft Teil von Bento-Lunchboxen oder einem leichten, eigenständigen Abendessen. Da es im Voraus zubereitet wird, kommen die Aromen nach dem Abkühlen noch stärker zur Geltung.
Wenn Sie klassischen Kartoffelsalat mögen, wird Sie die japanische Version vielleicht mit ihrer Delikatesse und ihrem frischen Geschmack überraschen. Kleine Details wie leicht gestampfte Kartoffeln, Reisessig, gut gepresste Gurken und cremige Mayonnaise machen den Unterschied. Ihnen ist es zu verdanken, dass ein Salat entsteht, der in Japan seit mehr als hundert Jahren beliebt ist.
