Die Schlangengurke, auch Gewächshausgurke genannt, sieht aus wie eine längliche Version der klassischen Gurke. Und tatsächlich: Meist ist er 25 bis sogar 40 Zentimeter lang. Seine Haut ist dünn, glatt und weist keine charakteristischen Ausstülpungen auf. Darunter finden wir homogenes Fruchtfleisch mit einem Minimum an kleinen Kernen und kein wässriges Zentrum, das beim Schneiden herkömmlicher Gurken oft im Müll landet. Allerdings handelt es sich immer noch um Gurken, die jedoch für den überdachten Anbau gezüchtet wurden.
Schlangengurken wachsen am besten unter kontrollierten Bedingungen. Es mag Wärme und konstante Luftfeuchtigkeit, mag aber keine Zugluft. Daher wird es am häufigsten in Gewächshäusern oder Folientunneln angebaut. In Polen sind die klimatischen Bedingungen nicht immer günstig, insbesondere in kälteren Nächten. Das heißt aber nicht, dass es außerhalb unserer Reichweite liegt.
Nun, immer mehr polnische Bauernhöfe produzieren vor Ort Schlangengurken. Sie können es auch in Ihrem heimischen Garten ausprobieren, vorausgesetzt, Sie sorgen für einen warmen Standort, fruchtbaren Boden und regelmäßiges Gießen. Ohne Systematik geht es jedoch nicht.
Es ist auch wichtig zu wissen, dass Schlangengurken normalerweise parthenokarpische Sorten sind. Das bedeutet, dass sie ohne Bestäubung Früchte tragen. Dadurch haben sie weniger Samen und eine gleichmäßigere Struktur. Deshalb eignen sie sich so gut für den modernen Gewächshausanbau.
Auf den ersten Blick ist der Unterschied zwischen einer Schlangengurke und einer normalen Gurke offensichtlich. Länge, glatte Haut, keine sichtbaren Warzen. Aber das ist erst der Anfang. Die klassische Feldgurke hat eine dickere Schale und klarere Samen. Auch im Geschmack ist sie häufiger bitter, während die Schlangengurke in dieser Hinsicht milder und berechenbarer ist.
Unterschiede zeigen sich auch in der Anwendung. Feldgurken eignen sich hervorragend zum Einlegen und Konservieren. Sie haben eine kompakte Struktur, die Salzlake und Gärung gut verträgt. Schlangengurken eignen sich besser als Beilage zu frischen Salaten oder Sandwiches. Sein zartes Fruchtfleisch und die kaum wahrnehmbaren Kerne verhindern, dass es das Gericht dominiert.
Etwa 95 % Schlangengurke. besteht aus Wasser. Und das ist sein größter Vorteil. An heißen Tagen fungiert es als natürliches Hydratationsgetränk. Es spendet Feuchtigkeit und liefert kleine Mengen Kalium, Magnesium und Vitamin K. Wichtig ist auch der geringe Kaloriengehalt. 100 Gramm enthalten nur etwa ein Dutzend Kalorien. Das macht die Schlangengurke zum Verbündeten von Menschen, denen ihre Figur am Herzen liegt.
Darüber hinaus unterstützt der hohe Wasser- und Ballaststoffgehalt die Darmfunktion. Der regelmäßige Verzehr frischer Gurken kann daher die Verdauung und das Leichtigkeitsgefühl nach dem Essen unterstützen. Darüber hinaus hat es eine sanfte harntreibende Wirkung, die dabei hilft, überschüssiges Wasser aus dem Körper zu entfernen.
Am einfachsten ist es, die Schlangengurke in Scheiben zu schneiden, etwas Salz hinzuzufügen, mit Zitrone zu bestreuen und fertig. Aber das ist erst der Anfang. Dieses Gemüse eignet sich hervorragend für kalte Suppen, insbesondere für solche auf Basis von Naturjoghurt, Kefir oder Buttermilch.
Kombiniert mit Knoblauch, Dill und etwas Olivenöl ergibt es eine Mischung aus Salat und Soße. Sie können auch einen grünen Smoothie mit Minze und Apfel, erfrischendes aromatisiertes Wasser oder dünne Streifen für einen Salat mit Feta und Tomaten zubereiten.
Dünne Schale, keine harten Kerne, hoher Wassergehalt und die Leichtigkeit, die wir auf dem Teller oft vermissen – das ist die Schlangengurke in ihrer ganzen Pracht. Vielleicht greifen wir das nächste Mal, wenn wir am Gemüseregal stehen, statt nach etwas zu greifen, das wir seit Jahren kennen, sondern nach dem längeren Exemplar, das daneben liegt?
Quelle: Terazgotuje.pl
