Marokkanische Pfannkuchen sind Fladenbrote, die sofort anders aussehen als die in der deutschen Küche bekannten. Sie werden aus Grieß und Hefe zubereitet und nach anderen Regeln gebraten. Es ist ein einfaches Rezept, das ein ganz anderes Ergebnis liefert und sich gut für den täglichen Gebrauch eignet.

Baghrir stammen aus Marokko, wo sie eher ein Alltagsgericht als etwas Festliches sind. Sie werden hauptsächlich zum Frühstück oder als schneller Snack während des Tages zubereitet. Ihre Geschichte ist eng mit der Küche Nordafrikas verbunden, wo Grieß seit jeher die Grundlage vieler Gerichte ist. Im Gegensatz zu klassischen Pfannkuchen geht es hier nicht um dünnen Teig oder das Wenden auf die andere Seite. Es kommt darauf an, dass der Teig richtig durchgebacken wird und beim Braten von selbst eine charakteristische poröse Struktur bildet. Dieses Gericht ist nicht kompliziert, aber es gibt einige Regeln, die man kennen sollte, bevor man die erste Portion in die Pfanne gibt.
Marokkanische Pfannkuchen werden aus anderen Zutaten als üblich zubereitet. Diese bestimmen ihr Aussehen
Baghrir unterscheiden sich bereits bei der Auswahl der Zutaten von gewöhnlichen Pfannkuchen. Anstelle von Weizenmehl wird hauptsächlich feiner Grieß verwendet, wobei das Mehl hier eher eine Zusatzfunktion hat. Hinzu kommt Hefe, die für die Konsistenz des Teigs und den späteren Effekt in der Pfanne verantwortlich ist. Dank dieser Kombination entstehen beim Braten kleine Löcher auf der Oberfläche, weshalb dieses Gericht oft als „Tausend Löcher” bezeichnet wird . Dies ist kein Zufall und keine Verzierung, sondern eine natürliche Reaktion des Teigs auf Hitze.
Zutaten:
- 250 g feiner Grieß,
- 60 g Weizenmehl,
- 375 ml warmes Wasser,
- 7 g Trockenhefe,
- 5 g Backpulver,
- 5 g Zucker,
- ein halber Teelöffel Salz.
Der Teig kommt nicht sofort in die Pfanne. Dieser Moment ist wichtig
Nach dem Vermischen der Zutaten scheint es, als sei der Teig bereits fertig, aber im Fall von Baghir ist das nur die halbe Miete. Der Teig muss ruhen, damit die Hefe zu wirken beginnt und sich die Struktur stabilisiert.
Dieser Schritt sollte nicht verkürzt werden, da er sich direkt auf das später in der Pfanne Geschehende auswirkt. Während der Ruhezeit wird der Teig leicht mit Luft gesättigt und wird homogener. Dadurch werden die Pfannkuchen gleichmäßig gebacken und es entstehen Löcher auf der gesamten Oberfläche und nicht nur an einigen Stellen.
Zubereitung:
- Geben Sie den Grieß in eine Schüssel, fügen Sie Weizenmehl, Zucker, Salz, Trockenhefe und Backpulver hinzu. Fügen Sie warmes Wasser hinzu und verrühren Sie alles mit einem Mixer, bis ein glatter, ziemlich flüssiger Teig ohne Klümpchen entsteht.
- Decken Sie die Schüssel ab und lassen Sie sie 30 Minuten ruhen, damit der Teig gut durchziehen kann. Nach Ablauf dieser Zeit den Teig vorsichtig umrühren.
- Eine trockene Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Eine Portion Teig in die Mitte der Pfanne geben und von selbst auslaufen lassen.
- Den Pfannkuchen nur auf einer Seite braten, bis die Oberfläche vollständig fest ist und zahlreiche Löcher entstehen. Nehmen Sie die Pfannkuchen aus der Pfanne und wiederholen Sie den Vorgang, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist. Servieren Sie sie mit Ihren Lieblingszutaten.
Eine Seite reicht zum Braten aus. Zutaten und kleine Änderungen machen den größten Unterschied
Baghir werden nur auf einer Seite gebraten, was kein Trick ist, sondern mit der Struktur des Teigs zusammenhängt. Die obere Schicht wird durch die von der Pfanne aufsteigende Wärme und die Wirkung der Hefe zusammengehalten, sodass es nicht notwendig ist, den Pfannkuchen zu wenden. Der Versuch, den Pfannkuchen zu wenden, führt meist zum Verlust der porösen Struktur und zur Bildung eines dichten Pfannkuchens, der sich vom gewünschten Ergebnis unterscheidet. Genau diese Struktur macht Baghir zu einer guten Ergänzung zu einfachen Zutaten wie Butter und Honig, die schnell in die Oberfläche einziehen. Auch Marmeladen, Naturjoghurt oder Olivenöl mit etwas Salz passen gut dazu, da der Pfannkuchen selbst einen eher neutralen Geschmack hat.
Achten Sie beim Braten auf die Temperatur der Pfanne, sie sollte trocken und mäßig erhitzt sein, da eine zu hohe Temperatur zu einer schnellen Bräunung der Unterseite führt. Ein Teil der Grießmehl kann durch Grieß ersetzt werden, und Trockenhefe durch frische Hefe.

