Über dieses Gewürz wird wenig gesprochen, aber das ist ein Fehler. Es passt zu vielen Gerichten, kann beim Abnehmen helfen, wirkt sich positiv auf das Verdauungs- und Kreislaufsystem aus und ist außerdem in fast jedem Lebensmittelgeschäft erhältlich. Schauen Sie sich an, was Sie Ihren hausgemachten Mahlzeiten hinzufügen sollten – sie werden schmackhafter und gesünder.
Dieses Gewürz wird seit über 9000 Jahren in der Volksmedizin und in der Küche verwendet. Es verstärkt die Schärfe und unterstreicht den Geschmack vieler Gerichte, wird aber nicht nur wegen seiner geschmacklichen Eigenschaften geschätzt. Dank seiner zahlreichen nützlichen Eigenschaften sollte es in jeder Küche vorhanden sein, da es sich für Winterrezepte (und nicht nur dafür) eignet. Warum ist es gut, zumindest ein kleines Glas Cayennepfeffer zur Hand zu haben?
Wie wird Cayennepfeffer hergestellt?
Dieser Pfeffer wird aus Cayennepfeffer (Capsicum frutescens) hergestellt, der auf Sträuchern aus Mittel- und Südamerika wächst. Derzeit werden sie in subtropischen und tropischen Klimazonen angebaut. Sie bilden leere, lange Schoten, die bei der Reife eine rote, orange oder gelbe Farbe haben. Die einjährige Pfeffersorte wird geerntet und getrocknet. Die Schoten (zusammen mit den Samen) werden zerkleinert, wodurch Cayennepfeffer entsteht, der seine Schärfe einem hohen Gehalt an Capsaicin verdankt.
Hilft Cayennepfeffer beim Abnehmen?
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dieses Gewürz den Stoffwechsel positiv beeinflussen und beim Abnehmen helfen kann. Vor allem fördert es die Verdauung, indem es die Speichelproduktion erhöht – es stimuliert die Speicheldrüsen, was für den Beginn des Verdauungsprozesses notwendig ist. Es regt die Sekretion von Magensaft an, der den Stoffwechsel verbessert. Darüber hinaus verhindert eine verbesserte Speichelproduktion unangenehmen Mundgeruch.
Auch die entgiftenden Eigenschaften des Gewürzes helfen beim Abnehmen. Eine in Critical Reviews in Food Science and Nutrition veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass Cayennepfeffer zur Entfernung von Bakterien und Giftstoffen aus dem Körper beiträgt. Darüber hinaus regt er die Durchblutung an und reguliert den Blutzuckerspiegel. Es gibt auch Studien, die sich speziell mit seiner Fähigkeit zur Gewichtsreduktion befassen. Eine in PLOS ONE veröffentlichte Analyse zeigte, dass der Verzehr von Cayennepfeffer zum Frühstück den Appetit reduzierte, wodurch die Probanden im Laufe des Tages weniger Kalorien zu sich nahmen.
Cayennepfeffer enthält viele Vitamine, darunter Vitamin A, B6, C, E und K. Er enthält außerdem Kalium, Mangan und Flavonoide, die für starke antioxidative Eigenschaften sorgen. Eine beliebte Methode, Pfeffer zur Gewichtsreduktion zu verwenden, ist die Zubereitung von Entgiftungsgetränken auf der Basis von Gewürzen und Zitronensaft. Geben Sie zwei Esslöffel Zitronensaft, zwei Esslöffel Ahornsirup und eine Prise Cayennepfeffer in 250 ml Wasser. Dieses Getränk sollte nicht länger als 10 Tage, etwa 4-6 Mal täglich, getrunken werden.
Weitere nützliche Eigenschaften von Cayennepfeffer
Neben der Unterstützung beim Abnehmen lindert Cayennepfeffer auch Migräne. Studien zeigen, dass Pfeffer aufgrund seiner Schärfe eine Schmerzreaktion in einem anderen Teil des Körpers stimulieren kann. Dadurch konzentriert sich das Gehirn nicht mehr auf die Kopfschmerzen, sondern auf eine andere Stelle. Dies führt dazu, dass die Nervenfasern die für den Schmerz verantwortliche Substanz aufbrauchen und die Migräne nachlässt. Die schmerzstillenden Eigenschaften zeigen sich auch bei direkter Anwendung auf der Haut (auch in Form von Cremes).
Darüber hinaus stimuliert er die fibrinolytische Aktivität und hilft, die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Capsaicin hilft, Lipidablagerungen zu entfernen, die eine Verengung der Arterien verursachen. Dadurch bleiben diese erweitert, wodurch Thromben beseitigt werden können.
Capsaicin kann auch bei der Linderung von Magenbeschwerden helfen, darunter Magenverstimmung oder Durchfall. Zahlreiche Studien aus dem 21. Jahrhundert haben auch gezeigt, dass Pfeffer einen positiven Einfluss auf Geschwüre haben kann – er regt die Schleimsekretion an und verbessert die Durchblutung der Magenschleimhaut, was der Bildung von Geschwüren vorbeugt und deren Heilung fördert.
Darüber hinaus stärkt Cayennepfeffer das Immunsystem, genauer gesagt, er löst den Schleim, der bei Grippe und Erkältungen anfällt. Außerdem enthält er Vitamin C, das im Kampf gegen solche Krankheiten sehr nützlich ist. Neben Vitamin C enthält er auch eine beträchtliche Dosis Vitamin A, das für die Aufrechterhaltung eines normalen Sehvermögens und einer gesunden Haut notwendig ist. Vitamin E wiederum hilft, den Alterungsprozess zu verlangsamen.
Untersuchungen der medizinischen Fakultät der University of California in Los Angeles haben gezeigt, dass Cayennepfeffer das Wachstum von Krebszellen hemmen kann, insbesondere bei Prostata- und Lungenkrebs.
Zu welchen Gerichten passt Cayennepfeffer?
Cayennepfeffer kann verschiedenen Gerichten hinzugefügt werden, um ihnen einen pikanten Geschmack zu verleihen. Er passt hervorragend zu Fleisch, Nudeln, Eiern und Gemüse. Beginnen Sie zunächst mit einem halben Teelöffel und erhöhen Sie die Menge nach und nach. Er eignet sich auch für reinigende Getränke, insbesondere auf Gemüse- und Kräuterbasis.
In vielen Gerichten kann er eine Alternative zu gewöhnlichem Pfeffer sein, darunter auch in Eintopfgerichten. Bigos oder Gulasch, gewürzt mit Cayennepfeffer, schmecken köstlich und sind gesünder. Liebhaber scharfer Saucen können dieses Gewürz getrost zu Salaten, Sandwiches oder Tortillas hinzufügen. Dieses Gewürz ist sehr vielseitig und kann in vielen Rezepten verwendet werden.


