Die Geschichte des tibetischen Buttertees, vor Ort als Po Cha bekannt, reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Jahrhunderte ist dieses Getränk zu einem festen Bestandteil der Identität der Bewohner des Daches der Welt geworden. Der Name „Po Cha“ bedeutet „aufgeschlagener Tee“, was sich direkt auf die Art der Zubereitung bezieht. Die Basis ist kräftiger roter Tee, der nach dem Aufbrühen entsteht kommt in einen Chadong – ein spezielles Gefäß, das einer traditionellen Butterdose ähnelt. Hier wird es mit Milch, Yakbutter und einer Portion Himalaya-Salz kräftig aufgeschlagen. Dadurch verbindet sich das Fett perfekt mit dem Aufguss und verhindert die Bildung von Klumpen oder einer Haut an der Oberfläche.
Das Getränk hat eine dicke, fast suppenartige Konsistenz, ist salzig und hat ein spezifisches, sehr intensives Aroma. Obwohl es für Touristen eine Herausforderung sein kann, ist es für Tibeter ein Symbol für Heimat, Gastfreundschaft und Gesundheit. Po Cha wird in kleinen Bechern serviert, die traditionell nie leer sein sollten. Nach jedem noch so kleinen Schluck des Gastes füllt der Gastgeber das Gericht nach. Wie kommen wir also aus der Situation heraus, wenn wir keine Lust mehr auf eine weitere Portion haben? Wenn Sie genug haben, lassen Sie die Schüssel einfach voll. Trinken Sie erst kurz vor dem Verlassen den gesamten Inhalt des Bechers aus. Mit diesem Ritual ist auch eine schöne Legende verbunden: Die Einwohner glauben, dass jemand, der seine Portion nicht bis zum letzten Tropfen trinkt, vom Schicksal in Zukunft nach Tibet zurückkehren muss.
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Tibetischer Buttertee ist viel mehr als gewöhnlicher Tee – er ist ein echter „Treibstoff“ für den Körper, ohne den man sich ein Leben im rauen Klima des Himalaya kaum vorstellen kann. Aufgrund der extremen Höhenlage und der bitteren Kälte trinken die Bewohner dieser Region ihn oft in großen Mengen etwa 40 Tassen pro Tag. Was macht diese außergewöhnliche Mischung so wertvoll für die Gesundheit?
Die Hauptaufgabe von Buttertee besteht darin, den Körper mit einer ordentlichen Portion Energie zu versorgen. Dank des hohen Koffeingehalts und der großen Menge an Kalorien aus Fett ist dieses Getränk ermöglicht es Ihnen, Ihren Energiebedarf unter schwierigen Bedingungen schnell wieder aufzufüllen. Butter hat noch eine weitere praktische Funktion: Sie befeuchtet die Lippen und schützt sie vor Rissbildung und Austrocknung.
Die Hauptzutat des traditionellen Rezepts sind Milchprodukte von Yaks. Sie ist reicher an Nährstoffen und Mikroelementen als die bekannte Kuhmilch. Es ist diese Zutat, die tibetischen Tee zu einem gesundheitsfördernden Getränk macht. In Fett enthalten Linolensäure unterstützt die Herzfunktion und schützt die Blutgefäße, und der hohe Gehalt an Antioxidantien unterstützt das Gedächtnis, die Konzentration und schützt vor neurodegenerativen Erkrankungenwie zum Beispiel die Alzheimer-Krankheit.
Auch das regelmäßige Trinken von „Powertee“ unterstützt das Immunsystem. Das Getränk trägt zum Aufbau einer Schutzbarriere gegen virale und bakterielle Infektionen bei. Zusätzlich lindert Magen- und Speiseröhrenprobleme, steigert den Stoffwechsel und erleichtert die Verdauung schwererer Nahrungsmittel. Für Menschen, die sich in hohen Gebirgsregionen aufhalten, ist dies ein natürliches Heilmittel gegen Höhenkrankheit. Hilft bei Schwindel und Übelkeit. Obwohl es salzig ist, ermöglicht die Zugabe von Salz interessanterweise dem Körper, Wasser zu speichern und ihn so vor Austrocknung zu schützen. Die für diese Eigenschaften verantwortlichen Inhaltsstoffe kommen auch in Kuhmilch vor, allerdings in geringeren Mengen.
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Da es auf unserem Kontinent schwierig ist, Yakmilch zu bekommen, wird sie meist durch Kuhmilch ersetzt. Das bereitgestellte Rezept (europäische Version) ergibt ca. 750 ml.
Zutaten:
- 10-15 Gramm Pu-Erh-Tee,
- ca. ein halber Liter kochendes Wasser,
- 2 Esslöffel Himalaya-Salz,
- 250 ml Milch,
- 2 Esslöffel Butter.
Zubereitungsmethode:
Geben Sie es in einen Topf und übergießen Sie es mit kochendem Wasser. Einige Minuten ziehen lassen. Fügen Sie dem starken Aufguss Himalaya-Salz und Milch hinzu. Gründlich vermischen und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Bereiten Sie einen zweiten Topf vor und geben Sie die Butter hinein. Gießen Sie heißen Tee darüber. Dann Alles mit einem Milchaufschäumer oder Mixer verrühren um alle Zutaten gründlich zu vermischen und eine einheitliche Struktur zu erhalten.
Quelle: Terazgotuje.pl, kontakter.pl
