Fastenkohlrouladen sind eine praktische Antwort auf eine Zeit, in der viele Haushalte Fleisch einschränken, insbesondere an den Fastenfreitagen. Sie behalten die klassische Struktur des Gerichts bei: weiche Kohlblätter, kompakte Füllung und eine ausgeprägte Tomatensauce, die alle Elemente vereint ein stimmiges Ganzes. Der Füllung kommt eine zentrale Bedeutung zu, denn in der fleischlosen Variante muss sie sowohl sättigend als auch beim Schmoren haltbar sein. Daher wird zerkleinerter Tofu, der mit Zwiebeln gebraten und gewürzt wird, um einen tiefen, herzhaften Geschmack zu erhalten, zunehmend zur Basis und seine Struktur wird durch ergänzt Reis, Grütze oder fein gehackte Pilze.
Bei der Fastenvariante kommt es nicht nur auf den Geschmack an, sondern auch auf den Nährwert. Tofu liefert eine beträchtliche Menge an pflanzlichem Protein, normalerweise 12 bis 16 Gramm pro 100 Gramm Produkt, was bei 500 Gramm Füllmenge ergibt etwa 60-80 Gramm Protein im gesamten Gerichtund mit der Zugabe von Räuchertofu sogar über 90 Gramm. Pro Portion gerechnet bedeutet das echte 15-25 Gramm Protein in einem Menüset bestehend aus zwei oder drei Kohlrouladen. Gewürze wie geräuchertes Paprika verstärken das Aroma, ohne dass man zu fettigen Zutaten greifen muss, und die Tomatensoße lockert das Ganze mit Säure auf gleicht den Kohl aus.
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Ein zusätzlicher Vorteil ist die organisatorische Bequemlichkeit. Die Kohlrouladen können im Voraus gekocht und am nächsten Tag problemlos wieder aufgewärmt werden, solange die Füllung saftig bleibt und die Soße dick genug ist. Daher lohnt es sich, auf das Flüssigkeits- und Gewürzverhältnis zu achten, damit das Gericht beim Kochen nicht austrocknet Aufwärmen. Diese Form lässt Ihnen auch Freiheiten bei der Zusammenstellung der Füllung, denn neben Tofu eignen sich auch Buchweizen oder Wurzelgemüse und trotz Änderungen in der Zusammensetzung bleibt die Wirkung ähnlich klassisches Gericht.
Zutaten für Kohlrouladen:
- 1 großer Wirsing- oder Weißkohl.
- 250 g Weiß- oder Jasminreis.
- 500 g Naturtofu.
- 150-200 g Räuchertofu, optional.
- 2 Zwiebeln.
- 2-3 Knoblauchzehen.
- 200 g Pilze, optional.
- 2-3 Esslöffel Sojasauce.
- Je 1 Teelöffel Majoran und geräucherter Majoran.
- Frisch gemahlener Pfeffer.
- 2 Esslöffel Öl.
Zutaten für die Soße:
- 800 ml Tomatenpassata.
- 400 ml Gemüsebrühe.
- 1 Esslöffel Tomatenmark, falls gewünscht.
- Kleine Karotte, fein gerieben, optional.
- Lorbeerblatt und 2 Pimentsamen, optional.
- Salz und eventuell eine Prise Zucker.
Zubereitungsmethode:
- Der Strunk wird vom Kohl entfernt und der Kopf in kochendem Wasser überbrüht, wobei die weichen Blätter einzeln entfernt werden. Nach dem Abtropfen lohnt es sich, die verdickten Kerne leicht abzuschneiden, um das Einwickeln der Füllung zu erleichtern.
- Der Reis wird in Salzwasser al dente gekocht und gut abgetropft. Die Zwiebel fein hacken und in Öl anbraten, zum Schluss nur kurz Knoblauch hinzufügen, damit das Aroma ohne Bitterkeit erhalten bleibt.
- Am besten zerkleinert man Tofu mit den Händen oder auf einer groben Reibe. Sie werden einige Minuten mit der Zwiebel angebraten, bis sie stellenweise leicht gebräunt sind, und dann mit Sojasauce, Majoran, Paprika und Pfeffer gewürzt. Werden Pilze verwendet, müssen diese vorher gedünstet werden, damit die Füllung kompakt bleibt.
- Die Masse wird mit Reis vermischt, bei Bedarf noch etwas Passata oder Brühe für eine bessere Saftigkeit hinzufügen. Teile der Füllung werden auf die Blätter gelegt und fest eingewickelt, wobei die Seiten nach innen geschlagen werden. Die Kohlrouladen werden mit der Naht nach unten in einen breiten Topf gelegt.
- Die Passata wird mit Brühe und Gewürzen vermischt, kurz erhitzt und nach eigenem Geschmack gewürzt. Die vorbereitete Soße wird über die Kohlrouladen gegossen und zugedeckt ca. 40 Minuten geschmort. Nach dem Garen empfiehlt es sich, sie einige Minuten im Topf zu belassen, damit sich die Füllung stabilisiert und man leichter gleiche Portionen servieren kann.
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