Paprikapulver ist aus der tschechischen Küche nicht mehr wegzudenken. Es färbt das Gulasch, verleiht der Suppe und dem Aufstrich Geschmack. Aber nicht jede Paprika im Laden ist so gut, wie es scheint. Entscheidend können Daten sein, die man oft nicht auf der Verpackung findet.
Verbrauchertests in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Qualität erheblich variieren kann. Dabei geht es nicht nur um Geschmack oder Farbe, sondern auch um den Gehalt an unerwünschten Stoffen oder diversen Zusatzstoffen. Denn einige Produkte können mit weniger wertvollen Anteilen des Rohstoffs verdünnt werden, was in der Folge zu einer schwächeren Farbe und einem schwächeren Geruch führt. Der Schlüssel zum Erkennen von Qualität ist die sogenannte extraktive Färbung, kurz ASTA genannt.
Was bedeutet das ASTA-Label?
Das Akronym ASTA stammt aus dem Rating der American Spice Trade Association. Drückt aus Wie viel Farbstoff wird vom Pfeffer in das Fett abgegeben?. Gerade im Öl lösen sich Paprikafarbstoffe am besten. Je höher die Zahl, desto intensiver die Farbe und desto hochwertiger ist in der Regel das Rohmaterial.
Die Skala reicht von etwa 30 bis 180. Werte um 80 gelten als normale solide Qualität. Paprika mit einem höheren ASTA-Wert haben eine kräftigere Farbe, einen volleren Geschmack und sind in der Regel teurer. Die höchsten Kategorien werden beispielsweise in der Fleischindustrie oder für Premiumprodukte verwendet.
Der Haken ist, dass die ASTA-Daten nicht verpflichtend sind, schon gar nicht in Europa. Auf Verpackungen in normalen Geschäften findet man es nicht oft. Daher muss sich der Verbraucher an anderen Hinweisen wie Farbe, Geruch und Erfahrung mit einer bestimmten Marke orientieren.
Unerwünschte Stoffe und Füllstoffe
Die Tests ergaben auch, dass in einigen Proben gemahlener Paprika Spuren oder andere Giftstoffe wie Ochratoxin A auftraten. Obwohl die Werte die zulässigen Grenzwerte meist nicht überschritten, waren die Unterschiede zwischen einzelnen Produkten spürbar. Die gute Nachricht ist, dass synthetische Farbstoffe, die in der Europäischen Union verboten sind, nicht nachgewiesen wurden.
Billigere Paprikaschoten haben möglicherweise eine geringere Färbung, was auf die Verwendung minderwertiger Rohstoffe oder einen größeren Anteil weniger wertvoller Teile der Paprika hinweisen kann. Eine schwache Farbe und ein dumpfer Geruch können ein Warnsignal dafür sein, dass Sie eher einen Füllstoff als ein wirklich hochwertiges Gewürz kaufen.
Auch die Wahl des richtigen Typs ist wichtig. Die Paprika hat eine feuerrote Farbe und einen süßen Geschmack, die Paprika ist leicht bitter, die Peperoni haben eine deutliche Schärfe und das Gulasch hat einen dezenteren Charakter. Es kommt also immer darauf an, für welches Rezept man es verwendet.
So wählen Sie das Richtige aus
Achten Sie beim Kauf auf die Intensität der Farbe, diese sollte tiefrot ohne bräunlichen Stich sein. Der Geruch sollte angenehm aromatisch und nicht muffig sein. Und wenn Sie auf eine ASTA-Figur stoßen, betrachten Sie sie als Pluspunkt.
Hochwertiges gemahlenes Paprikapulver kann Speisen auf ein ganz neues Niveau heben. Sie müssen nur ein paar zusätzliche Minuten mit der Auswahl verbringen, und statt des Durchschnitts holen Sie sich Gewürze nach Hause, die wirklich so riechen, färben und schmecken, wie sie sollen.
