Viele Verbraucher fragen sich beim Kauf einer Honigdose, ob der weiße Schaum auf der Oberfläche ein Zeichen für Verderb oder im Gegenteil ein Beweis für die Echtheit des Produkts ist. Experten beruhigen: Der Schaum ist ein natürliches Ergebnis des Herstellungs- und Lagerungsprozesses von Honig und zeugt von seiner hohen Qualität.

Beim Umfüllen des Honigs in Gläser gelangt eine geringe Menge Luft in seine Struktur. Dadurch entsteht an der Oberfläche eine charakteristische Bläschenschicht, an der sich Partikel von Bienenwachs, Pollen oder Propolis anlagern können – alles natürliche Bestandteile, die direkt aus dem Bienenstock stammen. Die Bildung von weißem Schaum ist besonders bei ungefiltertem und nicht thermisch behandeltem Honig deutlich zu erkennen.
Das Vorhandensein dieses Schaums ist ein Zeichen dafür, dass der Honig nicht überhitzt und nicht übermäßig gefiltert wurde. Dadurch bleiben seine Enzyme, Vitamine und nützlichen Eigenschaften erhalten. „Schaum auf Honig ist ein natürliches Phänomen und kein Grund zur Sorge“, betonen erfahrene Imker.

Industrie gegen Natur
Für bewusste Verbraucher sind solche Details wichtig. In der industriellen Produktion, wo Honig intensiv gefiltert und erhitzt wird, werden die meisten Wachs- oder Pollenpartikel entfernt. Obwohl transparenter Honig „ästhetischer“ aussehen mag, verliert er oft einen Teil der Enzyme, die für seine antibakterielle und antioxidative Wirkung verantwortlich sind.
Fragen zur Sicherheit von weißem Schaum tauchen regelmäßig auf. Experten beruhigen: In den allermeisten Fällen ist der Schaum völlig unbedenklich. Allerdings sollte man auf den Geruch achten – ein säuerlicher, essigartiger Geruch kann auf den Beginn eines Fermentationsprozesses hindeuten, der meist durch unsachgemäße Lagerung verursacht wird. In einer solchen Situation ist es am besten, sich vom Verkäufer beraten zu lassen.
Wenn der Honig seinen natürlichen Geruch und seine Struktur behält, sollte der weiße Schaum keinen Anlass zur Sorge geben. Er lässt sich leicht mit dem Honig vermischen oder, wenn man es vorzieht, mit einem Löffel entfernen. Unabhängig davon bleibt der Nährwert und die gesundheitsfördernde Wirkung des Produkts unverändert.
Weißer Bodensatz – Ergebnis der Kristallisation, kein Verderb
Auch der weiße Bodensatz, der im Honig auftritt, gibt Anlass zur Sorge. Dies ist jedoch ein natürliches Ergebnis des Kristallisationsprozesses von Glukose und kein Anzeichen für einen Verderb des Produkts.
Der weiße Schaum auf der Oberfläche des Honigs ist kein Mangel, sondern ein Beweis für die hohe Qualität des Produkts und die minimale Veränderung seiner Zusammensetzung. In einer Welt, in der industrielle Produkte dominieren, sollte sein Vorhandensein ein Grund zur Freude und nicht zur Besorgnis sein. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Honig naturbelassen ist – und genau diesen Honig sollte man wählen.
