Die richtige Handhabung von Milchfermenten oder Kefir ist entscheidend für die Erhaltung ihrer Eigenschaften.
Obwohl der Kühlschrank zur Aufbewahrung von Milchfermenten beitragen kann, kann eine unsachgemäße Verwendung diese beschädigen.
Milchsäurebakterienkulturen, auch bekannt als Kefir, sind zu einem der beliebtesten Fermente für Menschen geworden, die ihre Verdauung auf natürliche Weise verbessern möchten. Trotz ihrer Beliebtheit bleibt für Verbraucher jedoch eine wichtige Frage offen: Sollten sie im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur gelagert werden?
Milchsäurebakterien sind lebende Bakterien- und Hefekulturen, die die Laktose im Milch fermentieren und sie in Kefir umwandeln, ein probiotikareiches Getränk. Da es sich um lebende Organismen handelt, beeinflusst ihre Umgebung direkt ihre Gesundheit, ihr Wachstum und ihre Fermentationsfähigkeit.
Faktoren wie Temperatur, Milchsorte und Fermentationszeit können die Kulturen beschleunigen, verlangsamen oder sogar schädigen, wenn sie nicht richtig behandelt werden.

Sollten Milchkulturen im Kühlschrank aufbewahrt werden?
Milchkulturen können im Kühlschrank aufbewahrt werden, jedoch nicht während der Fermentation der Milch. Während dieses als aktive Fermentierung bezeichneten Prozesses müssen die Kulturen bei Raumtemperatur bleiben, da Kälte die Aktivität der Bakterien verlangsamt und verhindert, dass sich die Milch richtig in Kefir verwandelt.
Der Kühlschrank sollte nur verwendet werden, wenn der Prozess unterbrochen werden muss, d. h. nach dem Abseihen der Starterkulturen oder wenn sie mehrere Tage lang nicht verwendet werden. In diesem Fall können sie im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn sie mit frischer Milch bedeckt bleiben.
Es gibt Situationen, in denen das Kühlen von Milchsäurekulturen empfohlen wird:
- Wenn sie mehrere Tage lang nicht verwendet werden: Wenn die Kefirherstellung aufgrund von Urlaub oder Freizeit unterbrochen werden muss, können die Kulturen in einem Glas mit frischer Milch im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Um eine zu schnelle Gärung zu verlangsamen: In heißen Klimazonen kann Kefir zu schnell gären und zu sauer werden. Die Lagerung im Kühlschrank hilft, diesen Prozess zu kontrollieren.
- Zur vorübergehenden Lagerung: Im Kühlschrank können die Starterkulturen 1 bis 3 Wochen lang aufbewahrt werden, vorausgesetzt, sie sind immer mit Milch bedeckt, die mindestens einmal pro Woche gewechselt werden sollte.
Häufige Fehler bei der Lagerung von bulgarischen Starterkulturen im Kühlschrank
Obwohl der Kühlschrank nützlich sein kann, kann eine falsche Verwendung die Starterkulturen beschädigen. Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- Lagerung ohne Milch, was zu ihrer Dehydrierung führen kann.
- Vergessen, sie mehrere Wochen lang ohne Milchwechsel aufzubewahren.
- Hermetisches Verschließen des Glases, wodurch keine Gase entweichen können.
- Ständiges Hin- und Herbewegen zwischen Kälte und Wärme, ohne ihnen Zeit zur Anpassung zu geben.
Diese Fehler können dazu führen, dass die Starterkulturen ihre Kraft verlieren, schlecht gären oder sogar absterben.
Die Lagerung von Milchsäurebakterienkulturen ständig im Kühlschrank tötet sie nicht sofort ab, aber verringert ihre Aktivität und ihr Wachstum. Bei der Rückkehr zur Raumtemperatur können mehrere Fermentationszyklen erforderlich sein, damit sie ihre Wirksamkeit wiedererlangen.
Daher empfehlen Fachleute, den Kühlschrank als vorübergehende Lösung und nicht als regulären Lagerort zu verwenden.
Wie man Milchsäurebakterienkulturen nach der Lagerung im Kühlschrank reaktiviert
Wenn die Kulturen mehrere Tage im Kühlschrank gelagert wurden, ist es ideal:
- Die alte Milch abseihen und wegschütten.
- Frische Milch hinzufügen.
- Bei Raumtemperatur 24 Stunden lang gären lassen.
- Den Vorgang ein oder zwei Tage lang wiederholen, bis der Kefir sein normales Aroma und seine normale Konsistenz wiedererlangt hat.

