Im Internet tauchen immer wieder Warnungen auf, dass die Tage der Induktionskochfelder gezählt seien und sie ab 2026 verboten würden.

Das Problem ist, dass dies in zuverlässigen Quellen nicht bestätigt wird. Es gibt jedoch einen echten, beeindruckenden Trend: Das Kochfeld verschwindet zunehmend aus dem Blickfeld, und die Küchenarbeitsplatte selbst wird zum Ort der Zubereitung von Speisen.
Unterdessen ist offensichtlich, dass sich die Induktionsenergie nicht nach außen, sondern nach innen ausbreitet: Sie wird billiger und rückt vielerorts gerade wegen der Diskussionen über die Auswirkungen von Gas auf Gesundheit und Klima in den Vordergrund.
Was ist ein verdecktes Induktionskochfeld, das unter der Arbeitsplatte installiert ist?
Das Prinzip ist einfach: Auf der Arbeitsplatte befindet sich keine separate schwarze Glasplatte. Die Induktionsspulen befinden sich unter dem Material der Arbeitsplatte (z. B. Keramik, Stein, Kunststein oder einem anderen hitzebeständigen Verbundwerkstoff) und darüber befindet sich eine völlig ebene Arbeitsfläche. Die Kochzonen sind in der Regel mit kleinen Markierungen gekennzeichnet, und die Bedienelemente befinden sich am Rand der Arbeitsplatte oder auf einem separaten Bedienfeld.
Das Funktionsprinzip basiert auf dem gleichen Induktionsprinzip wie bei einem herkömmlichen Kochfeld: Die Wärme wird hauptsächlich im Topf und nicht auf der Oberfläche erzeugt. Dadurch verläuft der Prozess schnell und effizient, sodass sich die Oberfläche des Arbeitsfeldes während des Kochens in der Regel weniger erwärmt als bei einem klassischen Elektroherd, aber man sollte nicht denken, dass sie vollständig abkühlt.
Warum drücken so viele Leute darauf?
Ein Ständer, mehr Platz
Wenn Sie nicht kochen, nimmt die Kochplatte keinen Platz weg: Sie können Lebensmittel schneiden, sie auf den Tisch servieren und an derselben Stelle arbeiten. Das ist ein großer Vorteil in einer kleinen Küche.
Das Reinigen wird zum Kinderspiel.
Kein Rahmen, keine Kanten, kein angetrockneter Schmutz rund um die Glasplatte. Eine glatte Platte lässt sich viel leichter sauber halten.
Weniger visuelle Störungen
In einem offenen Wohn- und Küchenbereich ist es besonders beeindruckend, dass der Kochbereich die Einheitlichkeit der Arbeitsplatte nicht stört.
Das klingt vielleicht nicht besonders sensationell, ist aber wichtig: die Tücken.
Nicht alle Materialien für Arbeitsplatten sind geeignet.
Für den Einbau einer verdeckten Induktionskochplatte ist ein hitzebeständiges Material mit entsprechender Dicke erforderlich. Das ist nichts, was man selbst machen kann, sondern erfordert Planung und professionelle Installation.
Die Frage des Kochgeschirrs
Sie benötigen Kochgeschirr, das mit Induktionskochfeldern kompatibel ist, genau wie bei herkömmlichen Induktionskochfeldern.
Preis und Reparaturfreundlichkeit
Dieses System ist in der Regel teurer als ein herkömmliches Induktionskochfeld und im Falle eines Problems schwer zugänglich, da es unter der Arbeitsfläche eingebaut ist.
Sicherheit
Da es keine separate Kochplatte gibt, gibt es auf der Arbeitsfläche weiterhin Hitze und heiße Töpfe. Die Oberfläche kann sich bei der Benutzung und durch das Kochgeschirr erhitzen, daher ist Vorsicht geboten.
Wie sieht also die Wahrheit über das Jahr 2026 aus?
Es geht nicht um ein Verbot von Induktionskochfeldern, sondern eher um eine Veränderung im Küchendesign: Technologien verschwinden zunehmend aus dem Blickfeld, und die Arbeitsfläche wird multifunktional. Gleichzeitig verbreiten sich Induktionsherde insgesamt und tauchen vielerorts als Alternative zu Gasherden auf.

