
Für viele ältere Frauen ist eine tägliche Tasse Tee ein wesentlicher Bestandteil des Tages. Neue Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Flinders University in Australien legen jedoch nahe, dass die Wahl zwischen Tee und Kaffee einen größeren Einfluss auf die Knochengesundheit haben könnte als bisher angenommen.
Kaffee oder Tee? Für ältere Menschen ist diese Wahl wichtiger, als es den Anschein hat.
Osteoporose ist der stille Feind der Frauen über 50.
Osteoporose ist eine Erkrankung, an der jede dritte Frau über 50 Jahre leidet. Sie wird durch ein Ungleichgewicht zwischen Zerstörung und Regeneration des Knochengewebes verursacht, wodurch die Knochen brüchig werden, anfällig für Brüche sind und ihre Regeneration verlangsamt wird. Besonders gefährdet sind Frauen nach der Menopauseweil das Niveau Östrogen – ein Hormon, das den Stoffwechsel des Knochengewebes fördert – sinkt stark. Ein ähnlicher Effekt ist nach der Entfernung zu beobachtenEierstöcke.
Tee kann zur Knochengesundheit beitragen.
An der Studie, die am 23. November 2025 in der Fachzeitschrift Nutrients veröffentlicht wurde, nahmen etwa 9.700 amerikanische Frauen über 65 Jahre teil. Über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren füllten die Teilnehmerinnen vier Fragebögen zu ihren Tee- und Kaffeekonsumgewohnheiten aus.
Die Forscher beurteilten auch ihre Knochengesundheit, indem sie die Knochenmineraldichte im Hüft- und Oberschenkelbereich maßen.
Die Ergebnisse? Frauen, die regelmäßig Tee tranken, hatten eine höhere Knochendichte im Hüftbereich als diejenigen, die keinen Tee tranken. Wissenschaftler glauben, dass dies möglicherweise mit dem Vorhandensein von Katechinen zusammenhängt – Verbindungen, die die Zellen unterstützen, die am Aufbau von Knochengewebe beteiligt sind. Interessanterweise war die positive Wirkung von Tee auf die Knochen bei Frauen mit Adipositas besonders ausgeprägt.
Kaffee – seien Sie vorsichtig mit der Menge.
Bei Kaffee waren die Ergebnisse weniger ermutigend. Frauen, die mehr als fünf Tassen Kaffee pro Tag tranken, hatten mit größerer Wahrscheinlichkeit eine geringere Knochenmineraldichte. Dies bestätigt frühere Beobachtungen, dass große Mengen Koffein die Aufnahme beeinträchtigen können Kalzium .
Darüber hinaus war der Kaffeekonsum, unabhängig von der Menge, bei Frauen mit erhöhtem Alkoholkonsum in der Vorgeschichte mit einer geringeren Oberschenkelknochendichte verbunden. Dies kann darauf hindeuten, dass beide Faktoren zusammen die negativen Auswirkungen auf die Knochengesundheit verstärken können.
Mäßigung und Vorbeugung sind der Garant für gesunde Knochen.
„Unsere Ergebnisse bedeuten nicht, dass man komplett auf Kaffee verzichten oder übermäßig viel Tee trinken sollte“, versicherte der Epidemiologe Enwu Liu von der Flinders University [citace z Science Alert]. „Sie deuten jedoch darauf hin, dass ein moderater Teekonsum zur Knochengesundheit beitragen kann und dass sehr große Mengen Kaffee nicht empfohlen werden, insbesondere für Frauen, die Alkohol konsumieren“, fügte er hinzu.
Der Experte erinnert daran, dass Kalzium und Vitamin D nach wie vor die Grundlage der Osteoporose-Prävention seien, aber auch die tägliche Getränkeauswahl könne eine wichtige Rolle spielen. „Für ältere Frauen ist eine Tasse Tee nicht nur ein Genuss, sondern auch eine einfache Möglichkeit, die Knochengesundheit zu fördern“, betonte er.
Häufig gestellte Fragen: Osteoporose – die wichtigsten Informationen
Was ist Osteoporose und warum wird sie „stille Krankheit“ genannt?
Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, bei der die Dichte und Festigkeit des Knochengewebes allmählich abnimmt, wodurch das Risiko von Knochenbrüchen bereits nach einer leichten Verletzung steigt. Im Anfangsstadium der Erkrankung zeigt sie oft keine Symptome, weshalb sie auch als „stiller Knochendieb“ bezeichnet wird. Die Diagnose wird in der Regel nach der ersten Fraktur, beispielsweise einer Hüft- oder Handgelenksfraktur, gestellt.
Auf welche ersten Anzeichen einer Osteoporose sollte man achten?
Im Anfangsstadium der Osteoporose kann es zu kaum wahrnehmbaren Symptomen wie etwa einem schwachen Griff, brüchigen Nägeln oder Zahnproblemen kommen. Es können auch Magen-Darm-Beschwerden wie ein Völlegefühl im Magen oder Blähungen auftreten. Viele dieser Symptome sind jedoch unspezifisch, sodass ihr Auftreten ein Grund sein sollte, einen Arzt aufzusuchen.
Wer ist am stärksten gefährdet, an Osteoporose zu erkranken?
Ältere Menschen, insbesondere Frauen nach der Menopause, sind am stärksten gefährdet, an dieser Krankheit zu erkranken, da der Abfall des Hormonspiegels zum Knochenschwund beiträgt. Weitere Risikofaktoren sind geringes Körpergewicht, frühere Frakturen, Rauchen, geringe körperliche Aktivität sowie ein Mangel an Kalzium und Vitamin D. Personen mit diesen Risikofaktoren sollten die Vorsorgeuntersuchung mit ihrem Arzt besprechen.
Was sind die typischen Folgen einer fortgeschrittenen Osteoporose?
Im Spätstadium der Erkrankung können bereits leichte Verletzungen wie Husten oder Niesen zu Knochenbrüchen führen. Weitere Symptome sind eine verminderte Körpergröße aufgrund von Wirbelbrüchen oder ein „Witwenbuckel“ – eine Krümmung der Wirbelsäule. Diese Komplikationen gehen häufig mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einher.
Kann Osteoporose geheilt oder gestoppt werden?
Eine vollständige Genesung ist schwierig, aber eine Behandlung kann den Knochenschwund verlangsamen und das Risiko von Frakturen verringern. Die Behandlung umfasst Medikamente, Kalzium- und Vitamin-D-Ergänzungsmittel sowie Änderungen des Lebensstils, einschließlich erhöhter körperlicher Aktivität und richtiger Ernährung. Ihr Arzt wird Ihnen nach der Diagnose eine individuelle Empfehlung geben.


